Über Sabatina e.V.

Über den Verein

Der gemeinnützige Verein Sabatina e.V. wurde im März 2006 mit Sitz in Hamburg gegründet.

Sabatina e.V. unterstützt Frauen, die aufgrund von Gewalt innerhalb der Familie, drohender, bzw. bereits vollzogener Zwangsverheiratung oder aufgrund von Ehrenmordandrohungen auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Diese Ziele werden realisiert durch:

Konkrete Hilfe für Betroffene

Ansprechpartner des Vereins leisten psychologische Unterstützung und Beratung und klären über Menschenrechte auf. Sie stehen den betroffenen Frauen und Mädchen helfend zur Seite und vermitteln Hilfesuchende an Schutzeinrichtungen im In- und Ausland, die vom Verein unterstützt werden.

Aufklärungsarbeit

Durch Vorträge, Publikationen und Beiträge in den Medien wird die breite Öffentlichkeit über die Situation der Betroffenen informiert, sensibilisiert und aufgeklärt.

Werte und Vision

Jedes Mädchen, jede Frau hat das Recht auf seelische und körperliche Unversehrtheit. Das beinhaltet das Recht, sich gegen eine arrangierte Ehe zu entscheiden, nach Erreichen der Volljährigkeit ein selbstbestimmtes Leben zu führen und den Ehepartner selbst zu wählen. Unsere Vision ist eine Gesellschaft, in der Entmündigung und Entrechtung von Mädchen und Frauen keine Unterstützung mehr finden. Darüber hinaus setzen wir uns für Toleranz, Respekt bei kultureller Vielfalt und ein gewaltloses und friedliches Miteinander auf dieser Welt ein.

Spenden an die Projekte des Vereins sind steuerbegünstigte Abgaben.

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Das Model Gottes – Sabatina James

Am 17. Dezember 2011 erschien unter dem Titel „Das Model Gottes“ ein ausführlicher Artikel von Matthias Matussek im Spiegel:

“Sabatina, die Konvertitin. Sie ist nur ein Vorname, wie Ronaldo oder Shakira. Sie sitzt bei Lanz oder spricht vor Bundestagsabgeordneten. Bürgerliche Salons in Berlin laden sie ein. Der Haken? Sie ist zu schön, um wahr zu sein.

Vor rund acht Jahren hatte sie ein Buch veröffentlicht, in dem sie ihre eigene Geschichte erzählt. “Sterben sollst du für dein Glück” handelt von einem Schicksal aus der religionspathologischen Knautschzone der Globalisierung.

Es ist die Erzählung über die Rebellion eines Teenagers, die dazu führte, dass sie sich “doppellagig” anzog, wenn sie zur Schule ging, Jeans und Top und drüber die sittsame Tracht einer Muslimin, die von Bollywood träumt.

Ihre Mutter dagegen träumte davon, sie mit dem Cousin zu verheiraten, dem sie versprochen war in Lahore, seit ihrer Geburt. Sie wehrt sich. Und lässt sich überreden zu einem Urlaub, nur um den Jungen mal richtig kennenzulernen, und als sie sich nun energischer weigert, nimmt man ihr den Pass ab.

Sie wird in eine Madrassa eingeliefert, um sie auf die Spur zu bringen, ein religiöses Internat mit defekten Duschen, in denen blutige Monatsbinden herumliegen, und mit einem Mullah, der die Suren durch einen Vorhang spricht, denn Frauen sind die Versuchung, sind die Sünde. Schließlich ist ihr Widerstand gebrochen. Sie willigt zum Schein in die Verlobung ein, ein prächtiges Fest wird angesetzt. Sie denkt nur an eines: zurück nach Linz, zurück in die Freiheit.”

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Geschichte

Mein Name ist Sabatina James. Ich bin 1982 in Pakistan geboren, dem Land, wo im Namen des Islams bis heute Frauen am lebendigen Leib angezündet oder von ihren Vätern und Brüdern getötet werden.

Meine Eltern sind Muslime. Ich kam im Alter von zehn Jahren nach Österreich in ein kleines Dorf bei Linz. Dort durfte ich das Gymnasium besuchen, doch damit begann auch mein Martyrium. Je mehr ich mich dem westlichen Lebensstil anpasste, umso mehr geriet ich in den Konflikt zwischen zwei Religionen, dem Islam und dem Christentum. Ich musste in meinem Elternhaus psychische und physische Gewalt über mich ergehen lassen, nur um „frei“ zu sein. Stattdessen landete ich 1999 unter einem Vorwand hinter den Mauern einer Koranschule in Pakistan. Dort lehrte man uns den Hass auf den Westen und ich erfuhr am eigenen Leib die Wertlosigkeit einer Frau. Ich wurde geschlagen und misshandelt. Als ich gegen meinen Willen mit meinem Cousin verheiratet werden sollte, floh ich und kehrte nach Europa zurück.

Ich konvertierte vom Islam zum Christentum. Es traf mich die Antwort des Islam: Im Jahr 2001 sprachen mein Vater und ein muslimischer Geistlicher das Todesurteil über mich aus.

Ich musste wieder fliehen.

Millionen Frauen erfahren dieselbe Pein wie ich. Doch die meisten schweigen aus Angst. Ich möchte eine Stimme für sie sein und mit meinem Verein Sabatina e.V. Hilfe für ein besseres Leben geben.
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